Erfahrung mit Ströer SSP vormals AdScale

Vor der Umstellung auf responsive Werbeanzeigen im Dezember 2014 befanden sich durch AdScale ausgelieferte Anzeigen auch auf  catflirt. Um das Fazit gleich vorwegzunehmen: Die negativen Aspekte überwiegen deutlich und Anzeigen von Ströer SSP kommen mir nicht mehr auf die Seite.

Akzeptabler RPM und zuverlässige Auszahlungen

AdScale-Anzeigen kamen bei catflirt in unterschiedlichen Formaten als Ergänzung zu direkt vermarkteten und von AdSense ausgelieferten Ads zum Einsatz. Trotz dem die Anzeigen nur dritte Wahl waren, lag die Abdeckung, also die Rate der Verfügbarkeit von Werbeanzeigen pro Seitenaufruf, lediglich zwischen 50 und 60%.

Das war nicht weiter tragisch, denn der Impressionen-RPM lag – trotz prominenter Platzierung der Anzeigen – zwar mit rund 0,20 EUR deutlich unter dem der beiden erstgenannten Anzeigen-Quellen. Die Angabe eines Alternativ-Codes für den Fall keiner vorliegenden Advertiser-Kampagne ermöglichte jedoch die Schaltung von Anzeigen aus einem weiteren Ad Network, das nur noch auf einen RPM von rund der Hälfte kam.

Die Statistiken und Abrechnungen waren stets nicht zu beanstanden und die Auszahlung des Guthabens erfolgte pünktlich.

Malware und Serverausfälle

Es kam teilweise vor, dass der AdServer mehrere Tage hintereinander, immer zwischen 20 Uhr und Mitternacht, eine Antwortzeit von 2-3 Minuten aufwies. Da der in die Website einzubindende JavaScript-Code natürlich nicht verändert werden darf und ebenso natürlich blockierend lädt, war bei Positionierung der Anzeigen im oberen Bereich der Website selbige praktisch nicht nutzbar.

Ich hatte einen CronJob eingerichtet, der die Antwortzeiten des AdScale-Servers prüft und bei mehr als 3 Sekunden den JavaScript-Code aus der Seite entfernt. Aber das ist ja wohl kaum Sinn der Sache.

Der Pool teilweise sogar themenrelevanter Advertiser-Kampagnen war beachtlich. Umso übler war allerdings die Qualität der Anzeigen. Da eine manuelle Prüfung sämtlicher Advertiser-Codes durch den Publisher in dessen Augen unzumutbar ist, kam es immer wieder zu Problemen mit Malware auf der Website, die von AdScale-Werbeanzeigen stammte. Flash-Anzeigen hätte ich auch gerne automatisch blockiert, was leider nicht möglich war.

Die unterirdische Nutzererfahrung, die auch bei WOT nachzulesen ist, war Grund genug, schnellstmöglich ein neues Konzept zur Monetarisierung der Website durch Werbeanzeigen zu entwickeln, in dem AdScale keine Rolle mehr spielte.

Und heute?

AdScale gehört nun zur Ströer SSP GmbH. Nachdem in einem Newsletter ganz beiläufig die Möglichkeit zur Schaltung responsiver Anzeigen Erwähnung fand, wollte ich mich doch mal wieder einloggen, um mir diese neue Option und die Qualität der Anzeigenkampagnen anzusehen.

Nach ca. 2 Minuten Klicken und Scrollen fand ich auch schon eine Möglichkeit zum Login als Publisher. Aber merkwürdigerweise scheint mein Passwort nicht mehr gültig zu sein. Das Account muss es noch geben – sonst würde ich ja keinen Newsletter erhalten.

Durch die Passwort-Recovery-Funktion erfahre ich, dass mein Login-Name nicht mehr werbe-markt, sondern deaktiviert_werbe_markt lautet. Mit dem in der selben E-Mail genannten neuen Passwort ist dennoch ebenso wenig ein Login möglich wie mit der Kombination deaktiviert_werbe_markt + altes Passwort.

Naja, dann weiterhin viel Erfolg!

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